Schauspieler
Thomas Busse ist seit 1989 als Schauspieler tätig und spielte sowohl Theater- als auch Filmrollen. Er besuchte keine Schauspielschule, sondern galt frühzeitig als Naturtalent. Nachdem er Sprachunterricht bekam, bediente man sich auch bei Hörspielproduktionen sehr schnell seiner ausdrucksstarken Stimme. Viele Jahre gehörte er der Künstleragentur „actors“ seines Freundes Oswald Kneip in Berlin an. Dieser verstarb allerdings 2005. Einer seiner größten Erfolge ist sicherlich die Darstellung des Wunderapostels in der gleichnamigen Romanverfilmung. Selbst Filmgröße Klaus Maria Brandauer zeigte sich nach einer Vorführung in Wien tief beeindruckt von Busses ausdrucksstarkem Spiel. Der Film, zu dem er auch das Drehbuch schrieb und die Regie führte, hat mittlerweile Kultstatus.

Die Präsenz von Thomas Busse als Schauspieler in den Medien hielt sich allerdings in Grenzen, da er sich zum einen sehr viel der Musik und Schriftstellerei widmete und zum anderen stets einen bestimmten Anspruch bei Rollen verfolgte. Angebote hatte er genügend, wie z.B. die Möglichkeit eine Arztrolle in der Serie „Hinter Gittern“ zu spielen, die jahrelang bei RTL lief. Er möchte sich jedoch ungerne durch eine Langzeitserie in ein enges Korsett pressen lassen und dadurch ein gewisses Image auferlegt bekommen.

Er sagt: “Mich fasziniert die Vielfalt von Rollen. In Deutschland wird man jedoch sehr schnell in eine Schublade gesteckt. Ganz besonders bevorzuge ich Charakterrollen, die eine gewisse schauspielerische Herausforderung bieten. Es soll jedoch nicht heißen, dass es immer nur Rollen und Filme mit Tiefgang sein müssen, die für mich in Frage kommen, oder dass ich Serien grundsätzlich ausschließe, aber die Grundtendenz muss stimmen.” Aufgrund seiner komödiantischen Seite spielt er auf verschiedenen Kleinstkunstbühnen auch gerne Parodien mit kabarettistischen Einlagen. Das aktuelle Programm heißt: „Erotik oder Esoterik? Heinz Schmitz erklärt die Welt!“

In den letzten Jahren war er zudem häufig als Regisseur und Drehbuchautor tätig. Seine dreiteilige Dokumentation zum Thema „Geistheilung“ lief weltweit. Er gibt nebenher auch noch Schauspielunterricht aus dem bereits einige professionelle Schauspieler hervorgegangen sind (siehe z.B. Rubrik „Regisseur“ - Frank Formen im „Kontrabass“ von Patrick Süßkind).


Thomas Busse
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